Die Basilius-Kathedrale in Moskau heißt offiziell Kathedrale des seligen Basilius und befindet sich im Süden des Roten Platzes. Die Kathedrale gehört zu den Moskauer Wahrzeichen.

Am Platz der Basilius Kathedrale wurde im Jahr 1552 zu Ehren des russischen Sieges über die Tataren eine Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit auch Holz gebaut. Nur drei Jahre später wurde die Kirche jedoch abgetragen. Der Zar Iwan IV. befahl an ihrer Stelle die Basilius Kathedrale zu errichten.

Laut einer Legende wurde der Architekt der Kathedrale nach der Vollendung im Jahr 1561 gefragt, ob er abermals eine so schöne Kathedrale erbauen könnte. Als dieser sagte, dass er in der Lage ist eine noch viel schönere zu bauen, ließ der Zar ihm die Augen ausstechen, damit er nirgends eine schönere Kathedrale mehr bauen konnte. Das dies nur eine erfundene Legende ist, bestätigt jedoch die Tatsache dass der Architekt Postnik Jakowlew danach noch viele Bauten errichtete und selbst der Basilius-Kathedrale in Moskau nach Iwans Tod eine Kapelle hinzufügte.

Die Basilius-Kathedrale in Moskau besteht aus nein unterschiedlichen Hauptkuppeln, die sich sowohl im Aussehen als auch in der Farbe unterscheiden. Der Rest der Kathedrale selber besteht aus roten Backsteinen und wurde außen nicht bemalt. Nach dem Bau war die Basilius-Kathedrale in Moskau eigentlich weiß und die Kuppeln waren mit Blattgold beschichtet. Durch die unzähligen Restaurierungen im 16. und 17. Jahrhundert fanden jedoch immer wieder Umgestaltungen der Kirche statt.

Die Kapelle für Basilius den Seligen, welche der Kathedrale den Namen verschaffte, wurde erst 1588 auf der Ostseite der Kathedrale errichtet. Ein weiteres asymmetrisches Gebäude wurde im 17. Jahrhundert an die Kathedrale gebaut. Zeitgleich wurden die Haupteingänge überdacht und verziert, der Putz wurde in weiß und rot geändert und acht der ursprünglichen Kuppeln wurden gegen die heutigen ersetzt.

Die Basilius Kathedrale in Moskau steht nicht rechtwinkelig zum Roten Platz. Deswegen und aufgrund der hinzugefügten Nebengebäude sieht sie asymmetrisch aus. Im Inneren kann man die Symmetrie hingegen gut erkennen. Die Hauptkirche ist ein Viereck und darüber erhebt sich ein nach oben immer enger werdendes Achteck, das von einer Kuppel in Gold gekrönt wird. Die vier Kirchtürme sind achteckig und zeigen in die Himmelsrichtungen und vier kleine Türme liegen diagonal dazwischen.

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